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Letztes Update:
29.11.2015

Haltung

Grundausstattung

azu gehört ein geräumiger Käfig mit wenigstens einer Klokiste und einem Schlafplatz. Hat der Käfig mehrere Etagen, müssen mehrere Klokisten aufgestellt werden. Frettchen haben weite Wege für ihre “Geschäfte” nicht gern, zumal diese oftmals im Halbschlaf erledigt werden. Die Kiste sollte am Käfig befestigt werden, denn die Räuber ziehen gerne damit durch die Gegend (es poltert so schön) und benutzen ihre Ecke auch ohne Kiste.

Der Schlafplatz kann aus einem kompletten Häuschen, einer größeren Kiste oder einer Hängematte bestehen. Besser ist die Kombination von mehreren Möglichkeiten. So findet jeder seinen Lieblingsplatz. Wichtig für Häuschen und Kiste sind ein paar flauschige Teile zum Einkuscheln. Unsere “Bären” mögen Babydecken am liebsten. Alte T-Shirts, Jogginganzüge (aus Baumwolle) und ähnliches tun den gleichen Dienst.

Als Futternäpfe eignen sich besonders gut Schalen aus Steingut (Garten-Center). Sie sind relativ schwer und dadurch umwurfsicher und lassen sich auch in der Spülmaschine reinigen.
Für Wasser kann man kleine Näpfe aus dem Zoohandel aufhängen, die ins Gitter eingeklemmt werden. Eine Steingutschale, die mit Silikon auf eine größere Fliese aufgeklebt wurde (verhindert das Umkippen), ist auch eine gute Lösung. Alles andere führt unweigerlich zu “Land unter” im Käfig.
Nippeltränken sind nichts für Frettchen!
Sie sind für Nagetiere konstruiert und schaden auf Dauer dem Gebiß der Frettchen. Auch nehmen sie durch diese Tränken zu wenig Flüssigkeit auf. Einzig auf Reisen, im Gitter der Transportbox aufgehängt, bieten sie eine kurzfristige Alternative.

Wichtig ist außerdem eine Transportbox, u. a. für den Besuch beim Tierarzt, ein Notkäfig für den Fall, das eins der lieben Kleinen mal besonderer Ruhe bedarf, und für die “großen Spaziergänge” ein Laufgeschirr (pro Nase).

 

Die Frettchen ziehen ein

rettchen, auch ein einzelnes, überrollen die Wohnung wie eine Invasion! Sie passen überall drunter, dahinter und rauf. Wenn letzteres aus eigenem Antrieb nicht gelingt, wird der Umweg über Stühle, Sessel und Kommoden oder aber die Beine seines Menschen genutzt. Am Ziel der Wünsche angekommen, wird alles genau untersucht, hin- und hergeschoben, hochgehoben oder runtergestoßen. Man muss schließlich sehen, womit man es zu tun hat! Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie groß und schwer das auserwählte Stück ist. Es kann sich dabei um einen vollen Mülleimer, die gutsortierte Sammlung schöngeistiger Literatur, die Klobürste oder das Faxgerät handeln - alles kein Problem!

Ganz besonders gern ziehen Frettchen bei Pflanzenfreunden ein. Das kommt ihren Ambitionen als Hobbygärtner sehr entgehen;-) Um größeres Unheil zu vermeiden, empfehlen wir, die Pflanzen durch Kaninchendraht zu schützen und günstigstenfalls die Fensterbänke zu beräumen. Eure Frettchen erledigen das aber mit Sicherheit...

In den ersten Tagen wird jeder Quadratzentimeter der neuen Wohnung genau untersucht und kommentiert. Ist die ganze Wohnung “ausgenuckert”, lässt die Geschwätzigkeit der Neulinge im allgemeinen nach. Beim Toben oder großer Freude kann man aber weiter die Frettchensprache üben. Es gibt aber auch unter Frettchen regelrechte Klatschbasen. Wir haben auch so eine.

 

Erziehung

as Wesen des Frettchens lässt sich am ehesten mit dem der Katzen vergleichen. Mit der Erziehung verhält es sich ebenso. Wer von seinem Tier unbedingten Gehorsam erwartet, sollte sich doch lieber für einen Hund entscheiden. Frettchen hören nicht aufs Wort, schon gar nicht aufs erste. Sie tun grundsätzlich das, was sie wollen. Wenn sie zu uns kommen, dann gefällt es ihnen eben gerade. Genauso gut können sie uns total ignorieren, wenn sie im Moment “Wichtigeres” zu tun haben.

Man kann einem Frettchen auch nichts verbieten. Jeder Versuch ist zwecklos - es funktioniert sowieso nicht. Am einfachsten für alle Beteiligten ist es, das Objekt der Begierde aus dem erreichbaren Feld zu räumen.

Jedes Frettchen bekommt natürlich auch von seinem Menschen einen Namen. Ob es darauf reagiert oder doch lieber nicht, wird es von Fall zu Fall selbst entscheiden. Sicherlich spielt dabei auch die Neugierde des Frettchens und der Tonfall des Menschen eine Rolle. Eine unserer Damen ist sehr scheu aber mindestens auch genauso neugierig. Wenn man sie ruft, kommt sie garantiert. Die anderen überhören uns schon mal geflissentlich. Aber alle hören auf den Namen “Jetzt gibt´s was” ;-))

 

Spielzeug

m Handel angebotenes Katzenspielzeug eignet sich natürlich auch für Frettchen. Aus eigener Erfahrung müssen wir aber sagen, daß es meist nur “gebunkert” wird. Ein Karton mit mehreren Löchern und voller Zeitungsschnipsel, eine leere Cremedose (zugeschraubt), eine Bodenvase, die man umgekippt als Höhle nutzen kann, Papier- oder Plastiktüten mit mehreren Löchern (Erstickungsgefahr!), ein Korb voll Schmutzwäsche oder eine leere Pappschachtel sind bessere Möglichkeiten. Von unseren Fretts ganz besonders geliebt sind leere Eier-Kartons. Wenn man sie “bearbeitet”, entwickeln sie auch ein “Eigenleben”. Das ist toll!!

 

Spazierengehen

ür das Frettchen ist ein Spaziergang immer ein besonders Erlebnis. Man sollte sich als Mensch aber von den eigenen Vorstellungen über einen Spaziergang trennen. Für unsere Kobolde gilt: Der Weg ist das Ziel! So ein Spaziergang kann durchaus eine Stunde oder länger dauern, aber man kommt kleine 500 Meter weit. Frettchen müssen jeden Stein, jedes Grasbüschel und jeden Strauch untersuchen. Und auch überall nachsehen, was “darunter” ist. Wenn sie dann erst mal bis zur Hüfte verschwunden sind, sollte man sich in Geduld fassen. Schließlich sind wir zur Freude unserer Vierbeiner draußen...

Vor dem ersten Ausflug sollte man das Frettchen an das Tragen des Laufgeschirrs gewöhnen. Zuerst mal in der Wohnung zur Probe anlegen und ein bisschen damit laufen lassen. Es kann passieren, daß die lieben Kleinen sich beim ersten Mal ein bisschen “auftroddeln”, aber wenn sie den Sinn der Maßnahme erkannt haben, gibt sich das.
Die handelsüblichen Geschirre werden auch meist mit einer Schelle am Halsband angeboten. Wir finden das nicht so gut, denn uns wäre es sicher auch nicht recht, mit dem Lärm einer Kirchenglocke am Hals durch die Gegend zu rennen.

Jedes Frettchen sollte sein eigenes Geschirr haben. Es ist dann auf das entsprechende Tier eingestellt und somit werden Pannen vermieden. Das Geschirr sollte relativ fest anliegen. Sonst kann es passieren, aß die Süßen bei Unmut blitzschnell den Rückwärtsgang einschalten und nach hinten rausrutschen. Den richtigen Sitz kann man aber in der Wohnung schon einstellen. Die Laufleinen der Frettchengeschirre sind eindeutig zu kurz. Wir empfehlen eine variable Leine, so lang wie möglich. Auch wenn der Verkäufer im Zooladen etwas ungläubig guckt bei der Antwort auf seine Frage: “Wie schwer ist denn das Tier?” “750 Gramm.”

Beim Spaziergang mit mehreren Frettchen sollte man auch die entsprechende Anzahl Menschen zur Hand haben. Eventuell geht es noch mit 2 Tieren zugleich, aber man muss davon ausgehen, daß jedes grundsätzlich in eine andere Richtung will. Die Ausübung von Druck führt unweigerlich zu Unmut - siehe oben.

Straßen und gepflasterte Gehwege sind nicht das Richtige für einen Spaziergang. Gärten, Parks und Wälder sind ideal, denn da gibt es einen Haufen zu entdecken und erschnuppern. Vorsicht ist jedoch bei der Begegnung mit fremden Hunden geboten!!

Nach dem Spaziergang sind unsere Süßen im allgemeinen “breit”. Je nach Gewohnheit kann das auch ein paar Tage andauern ;-)

 

Das Frettchen beißt

ei Welpen muss man zu Anfang damit rechnen, daß man erst mal kräftigen Kontakt mit ihren spitzen Zähnen bekommt. Da kann auch schon mal Blut fließen, aber da muss man durch als Mensch. Woher soll so ein kleines Kerlchen auch wissen, daß sein Mensch nicht so ein dichtes Fell hat wie seine Geschwister! Hier heißt es in allererster Linie: Ruhe bewahren!!! Manchmal hilft es, dem Frettchen ins Gesicht zu pusten. Auch kräftiges Nuckern und Fauchen hat sich schon bewehrt. Auf keinen Fall in Panik verfallen oder gar das Tier schlagen!! Man erreicht damit nichts - das Frettchen wird höchstens scheu.

Wenn die Süßen nur in die Haut zwicken, hilft es, die geballte Faust gegen die krause Nase zu schieben. Falls sie da noch mal nachhaken, haben sie keine große Angriffsfläche und es tut auch nicht halb so weh. Wenn man das noch mit einem mahnenden Wort verbindet, reicht später (vielleicht) die Mahnung schon aus. 
Wann “später” ist, wird jedes Frettchen für sich entscheiden. Und auch, wen es gerne weiter zwickt und wen nicht. Es gibt auch bei den Frettchen ausgesprochen gutmütige Vertreter. Aber es gibt auch kleine Zwick-Teufel, die halt auch ein bisschen Spaß daran haben. Sollte man Besitzer eines solchen sein, hilft nur viel Humor. Und man kann sich damit arrangieren, denn schließlich kennt man ja sein Tier... Besucher sollte man aber auf die besondere Vorliebe seines Vierbeiners aufmerksam machen.

Frettchen lieben es besonders, in nackte oder leicht bestrumpfte Füße und in Unterarme zu zwicken. Aber damit muss man leben - das ist einfach so.

Wen die Kleinen ganz besonders ins Herz geschlossen haben, dem putzen sie gern die Ohren. Da besteht eigentlich keine Gefahr. Viele Frettchen küssen auch leidenschaftlich gern. Da wird auch schon mal das ganze Gesicht abgeleckt vor lauter Liebe (kennt man ja von irgendwoher...).
Gelegentlich hat die Nase des Menschen aber doch etwas mehr zu leiden. Es sind aber nur Freudentränen, die einem dann in die Augen schießen ;-))

 

Stubenrein?

rettchen sind sehr reinliche Tiere. Im allgemeinen nutzen sie auch ihr Frettchenklo. Aber man kann nicht davon ausgehen, daß sie 100%ig stubenrein werden. Ist der Weg zur “Kiste” zu weit oder man gerade mit etwas “Wichtigem” beschäftigt, kann das Geschäft schon mal daneben gehen. Wie empfehlen, mehrere Kisten über die Wohnung verteilt aufzustellen. Das ist natürlich noch keine Garantie. Die Frettchen suchen sich ihre Ecken selbst aus. Und das sind oftmals solche, wo keine Kiste hinpasst. Hinter der Tür oder zwischen Schrank und Wand zum Beispiel. Da helfen größere Mengen Küchenrollen. Auch kann man Kuscheltücher oder Leckerlis an die Stellen legen. Mitunter hat man Glück ;-)

Sehr beliebt bei Frettchen sind auch die “Protest-Haufen”. Wenn eine Tür partout nicht aufgehen will, setzt man halt einen Haufen und schon holt mein Mensch den Lappen und die Tür geht auf. Funktioniert!
Bei unseren Damen sind Protest-Haufen vor der Kühlschranktür sehr beliebt. Sie haben nur noch nicht erkannt, daß man die auch ohne Öffnung der Tür beseitigen kann ;-)

 

Ein neues Frettchen kommt dazu

Will man die Frettchenbande vergrößern, muss man die Tiere zuerst aneinander gewöhnen. Unbedingt zu empfehlen ist es, wenn sich die Tiere ihre neuen Freunde selbst aussuchen können.
Für das neue Frettchen braucht man zuerst einen eigenen Käfig als Rückzugsgebiet (kann auch der “Notkäfig” sein). Die erste Begegnung sollte wenn irgend möglich auf “neutralem Boden” stattfinden. So betrachtet niemand den anderen als Eindringling. Haben sich die beiden (oder mehrere) beschnüffelt und sind sich nicht gleich an die Kehle gegangen, werden sie in separaten Käfigen untergebracht, die nach Möglichkeit relativ dicht zusammen stehen sollten. Freilauf bekommt jeder extra, damit sich der Neuling auch mit seinem zu Hause vertraut machen kann. Günstig ist es, jeden Tag die Kuscheltücher auszuwechseln. Oder, wenn die Kleinen das so wollen, auch den Käfig. Je nach Temperament kann man schon am 2. Tag versuchen, alle gemeinsam draußen laufen zu lassen. Aber immer unter Aufsicht!! Bei Lärm und großem Gequieke erst mal nicht dazwischengehen - nur wenn Blut fließt!

Im allgemeinen sollte man den 2. Käfig nach einer Woche wieder wegnehmen können. Das erste Zusammenkuscheln und -schlafen sollte man noch gut überwachen, aber dann läuft es meistens. Von jetzt an heißt es: Chaos - und Spaß - in der Potenz!!!

Ausdrücklich warnen möchten wir vor sogenannten “Zwangsvergesellschaftungen”!
Auch unter Frettchen ist es möglich, daß sich die Tiere um keinen Preis der Welt verstehen wollen.
Kommt es zu Futterverweigerung, Durchfall, Apathie, massiven Verletzungen und Verhaltensstörungen bei den neuen oder den schon vorhandenen Tieren, sollte man auf eine Vergesellschaftung verzichten. Oder aber mehrer Gruppen getrennt halten.
Hat man Frettchen aus einer Hilfe, kann man dort Rat bei der Vergesellschaftung bekommen. Geht es gar nicht, kann man die Tiere (wenn auch sicherlich schweren Herzens) wieder zurückbringen. Diese Lösung ist für die Tiere sicherlich die Beste, denn Dauerstreß hilft niemandem - zu allerletzt den Tieren...

 

Gefahren in der Wohnung

urch ihre Neugierde sind Frettchen in der Wohnung vielen Gefahren ausgesetzt:

  • Als Mensch sollte man die jahrelangen Erziehungsbemühungen seiner Eltern schnell vergessen und nur noch durch die Wohnung schlurfen. Frettchen quirlen überall rum und am liebsten zwischen den Füßen!
  • Geschlossene Türen sind für ein Frettchen die schlimmste Strafe. Sie werden permanent belagert. Also immer vorsichtig öffnen - der kleine Frechdachs könnte gerade dahinter sein! Besser: Türen offen lassen.
  • Alle Chemikalien im Haushalt sind ab jetzt tabu. Was absolut unvermeidlich ist (z. B. Spülmittel), ist hoch und sicher zu verwahren. Gleiches gilt für Medikamente. Frettchen können auch Schranktüren öffnen!!
  • Im Bad: Toilettenbecken und Waschmaschinen immer geschlossen halten! Aus dem Toilettenbecken gibt es für die Frettchen keinen Rückweg, genau wie aus der Waschmaschine!
  • Alle Fenster schließen und auch nicht ankippen! Die Kleinen können sich dort einklemmen! (Selbst schon erlebt und im letzten Moment noch eingegriffen)
  • Vorsicht bei eingeschalteten Bügeleisen, Herdplatten, Backöfen und brennenden Kerzen und Zigaretten (auch -kippen)!


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